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Aktionswoche

Selbstreflexion für ein besseres Miteinander

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Vielfalt wird auch auf der East Side Gallery in Berlin thematisiert, die auf einem erhaltenden Abschnitt der Berliner Mauer entstanden ist.

Einen Moment der Reflexion stellte die Aktionswoche gegen Diskriminierung an der FH Dortmund dar. Das Ziel: Unterschiedliche Facetten von Diskriminierung in den Fokus rücken und das Bewusstsein innerhalb der Hochschulgemeinschaft schärfen. Kritische Selbstreflexion, statt Schuldzuweisungen. 

Während der Aktionswoche im November 2024 kamen Beschäftigte, Studierende und Professor*innen zusammen, um über bewusste und unbewusste Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung zu diskutieren, sich weiterzubilden und konkrete Schritte zur Verbesserung des Zusammenlebens auf dem Campus zu erarbeiten. Die Woche bot eine Reihe von Workshops und Vorträgen, darunter die Lesung der französischen Politologin und Aktivistin Emilia Roig aus ihrem Buch „Why we matter“, welche tiefgreifende Gespräche und kritische Auseinandersetzungen unter den Teilnehmenden auslöste. Ein anderer Workshop befasste sich mit dem Thema „Schubladen im Kopf: Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus“. Der Workshop bot eine kritische Grundlage zur Identifizierung und Überwindung von stereotypischen Denkmustern.

Zusätzlich bereicherte eine von Studierenden kuratierte Kunstausstellung in der Dortmunder City das Programm.  Die Arbeiten der Studierenden boten eine künstlerische Perspektive auf das Thema „Was ist Kultur?“ und damit weitere Anknüpfungspunkte. „Wir wollten mit den Angeboten der Aktionswoche einen sicheren Raum zu schaffen, in dem offen über Diskriminierung gesprochen werden kann“, betont Sandra Bolesch, die gemeinsam mit Tonia Fondermann das Programm der „Woche gegen Diskriminierung“ erstellt hat. „Wir möchten, dass sich an der FH Dortmund alle gesehen und verstanden fühlen.“

Neue Partnerschaften für künftige Projekte

Für die Aktionswoche wurden der FH Dortmund Fördermittel des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW zur Verfügung gestellt. Der Austausch mit Coaches, Fachleuten und Initiativen aus der Region stärkte nicht nur bestehende Kooperationen, sondern öffnete auch Türen für neue zukünftige Projekte und Partnerschaften.

Die Berlin-Fahrer*innen

Die darauffolgende Exkursion nach Berlin im Dezember diente als Vertiefung der in Dortmund begonnenen Gespräche und Lernprozesse. Lehrende, Studierende und Mitarbeitende der FH nahmen teil und engagierten sich in diversen Aktivitäten wie z.B. einem Argumentationstraining gegen Stammtischparolen. Zudem erhielten sie wertvolle Einblicke durch einen Vortrag von FH-Professor Dierk Borstel vom Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften über die „Normalisierung menschenfeindlicher Ideologien auf kommunaler Ebene“.

Tonia Fondermann: „Diese Veranstaltungen sind entscheidend, um die fortlaufende Kommunikation über solch essenzielle Themen zu sichern und Bildungsangebote zu schaffen, die nicht nur sensibilisieren, sondern auch ermächtigen.“

Die „Woche gegen Diskriminierung“ und ihre Folgeaktionen zeugen von dem Engagement der FH Dortmund, eine lernbereite und sich stetig weiterentwickelnde Organisation zu sein. Die Ernennung von Madina Omaid-Quraischi zur zentralen Ansprechperson für Diversity und Diskriminierungsfragen an der FH unterstreicht dieses fortlaufende Bekenntnis, Aktivitäten zur Antidiskriminierung fest in der Hochschulkultur zu verankern. Die Aktionswoche hat nicht nur die Sensibilisierung für das Thema Diskriminierung erhöht, sondern auch die Notwendigkeit verdeutlicht, alle Mitglieder der Hochschulgemeinschaft in diesen Dialog einzubeziehen. Die Fachhochschule Dortmund ist ein Ort der Vielfalt und des gegenseitigen Respekts. Das ist kein einmaliges Bekenntnis, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Zum Thema

Madina Omaid- Quraischi ist Diversity-Beauftragte