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Bibliothek

Neu in der Bibliothek: Saatgut zum Ausleihen!

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Schon lange hat die Bibliothek nicht mehr nur Bücher und andere Medien im (physischen und digitalen) Bestand. Bereits seit Jahren können auch Notebooks und andere technische Geräte ausgeliehen werden. Nun kommt noch etwas ganz Besonderes hinzu: Saatgut zum Ausleihen. 

Wie das funktioniert? Ganz einfach! In der Bibliothek am Standort Max-Ophüls-Platz steht Saatgut für verschiedene Gemüsearten in kleinen Tütchen zur Auswahl. Wer etwas ausleihen möchte, geht damit zur Servicetheke, zeigt die FHCard oder Dienstausweis vor und kann zu Hause mit dem Gärtnern loslegen. Im Laufe der Gartensaison kann dann, wenn alles gut läuft, neben leckerem Gemüse auch neues Saatgut geerntet und in einem Extra-Tütchen in die Bibliothek zurückgebracht werden. So entsteht ein nachhaltiger Kreislauf, von dem möglichst viele profitieren. Zusätzlich wird auf diese Weise ein Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität geleistet sowie Wissen über alte Sorten und ihren Anbau weitergegeben.

Das Saatgut und entsprechende Infomaterialien sind in der Bibliothek neben der Eingangstür zu finden.

Saatgutbibliotheken sind kein ganz neues Konzept, bundesweit gibt es sie schon an vielen Orten. Auch die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund hat seit 2024 Saatgut im Bestand. In wissenschaftlichen Bibliotheken sind sie - zumindest in Deutschland - bislang jedoch eine Seltenheit. Die Idee, das zu ändern und auch an der Fachhochschule ein solches Angebot ins Leben zu rufen, stammt von Ilona Stauvermann, Bibliotheksmitarbeiterin am Max-Ophüls-Platz. Die Mitglieder des Arbeitskreises Soziale und ökologische Nachhaltigkeit waren von ihrem Vorschlag sofort überzeugt.

Herzensprojekt fördert Nachhaltigkeit, Kreativität und Vernetzung

"Für mich ist die Saatgutbibliothek ein Herzensprojekt und ich freue mich, dass wir diesen Schritt gehen", sagt Ilona Stauvermann. Gemeinsam mit Dorothee Albrecht vom Klimaschutzmanagement sowie Bibliothekskollegin Eva Schameitat hat sie das Projekt in den letzten Monaten vorangetrieben. Bei einem Besuch in der Stadt- und Landesbibliothek holten sie sich Inspiration durch die Erfahrungen von Sina Kirchhoff, die die Saatgutausleihe dort betreut. Das Saatgut für den Start kommt vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V., der speziell für Bibliotheken bereits beschriftete Saatgut-Tütchen anbietet. Finanziert wurde die Erstausstattung durch das Projekt "Querbeet" (Öffnet in einem neuen Tab)  des Amts für Stadterneuerung der Stadt Dortmund.

Fünf verschiedene Gemüsearten stehen zur Auswahl

Das Angebot wurde ganz bewusst exklusiv am Standort Max-Ophüls-Platz verankert, wo es sich langfristig etablieren soll. Nicht zuletzt durch den begrünten Innenhof gibt es hier eine Affinität zum Thema Gärtnern. "Die Beschäftigung mit Pflanzen hat auch etwas Kreatives und das passt gut zum Fachbereich Design", so Ilona Stauvermann. Berechtigt zur Saatgut-Ausleihe sind aber natürlich alle FH-Angehörigen: "Wir freuen uns, wenn dadurch auch Studierende und Beschäftigte von den anderen Standorten unsere schöne, kleine Designbibliothek besuchen!" Zusätzlich sind Veranstaltungen rund um Saatgut und Gemüseanbau, etwa im Kontext von Nachhaltigkeitswochen, angedacht.

Bei der Ausleihe können Informationsflyer mitgenommen werden, die das Aussäen und Ernten speziell für die einzelnen Arten erläutern. Im Laufe der Saison erhalten alle Ausleihenden eine Erinnerungsmail, damit die Saatguternte nicht vergessen wird. Eine feste Leihfrist oder gar Mahngebühren wie bei der klassischen Medienausleihe gibt es für Saatgut nicht. Nutzer*innen, denen es nicht gelingt, im Laufe der Saison neues Saatgut für die Rückgabe zu ernten, sind jedoch aufgerufen, dies an die Bibliothek zurückzumelden.

Je mehr Saatgut zurückkommt, desto mehr kann dann in der Saison 2026 ohne neue Zukäufe verliehen werden. Ilona Stauvermann und ihre Mitstreiterinnen freuen sich auf viele interessierte (Nachwuchs-)Hobbygärtner*innen an der Fachhochschule. In der Vorbereitung hat sich bereits gezeigt, dass verschiedene Akteur*innen inner- und außerhalb der Hochschule das neue Angebot unterstützen und wertschätzen. Nun braucht es eigentlich nur noch eins: Gutes Wetter und damit beste Erntebedingungen im kommenden Frühjahr und Sommer. 

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